Zarathustra




Da in meiner Familie mehrere verschiedene  Religionen vertreten sind, meine Mutti und ihre Familie alle evangelisch.
Mein Vater und seine Familie alle streng katholisch.
Meine Schwester und ihre beiden Kinder evangelisch und ihr Ehemann katholisch.
Ich evangelisch, da meine Mutter es so wollte,
mein Sohn Kay katholisch, da er einen katholischen Kindergarten mit Ordensschwestern besuchte und auch viele Jahre (wie mein Vater ) Messdiener war und mein Ehemann Zarathustra, darum
möchte ich auch über die Religion meines verstorbenen Ehemannes berichten.

Es haben mich sehr viele Menschen nicht verstanden, dass ich meinen Ehemann in Persien nach seiner Religion im Turm des Schweigens beerdigen lassen hab.

In der langen Leidenszeit die er nun einmal hatte, bat er mich immer wieder darum ihn nach Persien beerdigen zu lassen.

Es war für ihn die Hölle, nur daran zu denken, nach unseren Glauben bestattet zu werden.

Da ich mir vorstellte wenn ich im Turm des Schweigens bestattet werden würde, fand ich den Gedanken so schrecklich und ich konnte meinen Ehemann verstehen.

Ich bin froh dass ich seinen letzten Wunsch erfüllen konnte.
Es war nicht einfach.


Zarathustra (in der griechischen Namensform Zoroaster, persisch Zartoscht aus altpersischen Zarathuschtra (Besitzer des goldfarbenen Kamels)), war ein altiranischer Priester und Prophet des Zoroastrismus. Sein möglicher Geburtsort und seine Wirkungsstätte werden mittlerweile auf drei mögliche Gebiete beschränkt: Einmal die Gegend um Baktra (Baktrien), zum Zweiten die Gegend um Sistan und zum Dritten in der Gegend des Urmia-Sees (Urmia) (Medien). Über seine Lebenszeit herrscht bis heute keine Einigkeit in der Forschung.

 
Raffael, Die Schule von Athen, um 1510. Im Vordergrund Ptolemäus, im Hintergrund Zarathustra (Phantasieporträt).Die Anhänger des Zoroastrismus werden Zoroastrier oder Zarathustrier genannt, die Anhängerschaft im heutigen Indien bezeichnet sich auch als Parsen.
Es ist umstritten, ob der Zoroastrismus (= Zarathustrismus) Staatsreligion der Sassaniden war. Neben dem Manichäismus blieb dieser Glaube bis zur islamischen Eroberung stark verbreitet. Nouruz das „Frühlingsfest” (auf Zarathustra zurückreichend), wird heute noch im schiitischen Iran, Aserbaidschan, in Zentralasien und indischen Subkontinent bzw. in allen Ländern mit der Nachsilbe „stan” von Hindustan Indien (als Holi und bei Parsen in Indien als Jamshidi-Fest) bis Kasachstan gefeiert. Eventuell auch in Armenien, das in der Landessprache Hayastan genannt wird und somit ebenfalls eine "-stan-"Endung besitzt. In der griechischen Welt (Herodot) waren die Zoroastrer als „Feueranbeter” bekannt, weil in ihren Heiligtümern immer Feuer brannte.

Zarathustra schuf das neue Weltbild des Zoroastrismus (auch Mazdaismus oder Parsismus genannt). Es gibt heute weltweit etwa 120.000 Mitglieder dieser Religion, die meisten in Indien. Die heutigen in Indien ansässigen Anhänger nennt man Parsen. Zurzeit gibt es eine Bewegung in der Kommune, alle dem zarathustrischen Glauben Zugehörigen unter dem Begriff "Zarathustrier" zu vereinen, um wieder geschlossener auftreten zu können.
Die Religion ist stark monotheistisch, der Kampf zwischen (Gut/Böse) prägt den Glauben. Der Sieg des Guten über das Böse wird am Tag des jüngsten Gerichts kommen, bis zu diesem Tag haben die Menschen die freie Wahl, sich für den rechten Weg zu entscheiden. Der rechte Weg ist der Weg der Wahrhaftigkeit. Die Lehre Zarathustras hat drei wichtige Grundsätze:

gute Gedanken
gute Worte
gute Taten
Ahura Mazda, der weise Herr, erschuf die Welt auf dem Fundament der Wahrhaftigkeit. Der Gute Geist (Spenta Mainyu) und der Böse Geist (Angro Mainyu) sind sinnbildlich gesprochen Zwillinge, durch deren Zusammenwirken die Welt besteht. Damit das Gute über das Böse siegt, muss der Mensch sich entscheiden, denn der Mensch ist das einzige Lebewesen, welches die Möglichkeit bekommen hat, um zu führen und zu ändern, der Mensch kann vergeben oder hassen, der Mensch ist ein Mensch, weil er sich nicht von seinen Instinkten leiten lässt. Jedem Menschen ist es frei überlassen, sich für das Gute zu entscheiden und somit den Kampf Ahura Mazdas gegen das Böse zu unterstützen. Wichtig ist hierbei, dass der Zarathustrismus bzw. Ahura Mazda den Menschen zu nichts zwingt – der Mensch wird als vernünftiges Wesen frei geboren und kann allein durch freie Entscheidung und persönliche Einsicht zu Gott gelangen.

Es bestehen sechs Aspekte Gottes Amesha Spentas, oder auch sieben - siehe auch Haft Sin [sieben Dekorationsschalen], Sieben Speisen, Haft Mewa [Sieben-Früchte-Getränk] und Samanak [Keimlinge aus sieben Sorten Getreide] im Nouruz, die die sieben Tugenden des Zoroastrismus symbolisieren. Diese Aspekte werden teils in dem Avesta, dem heiligen Buch des Zarathustrismus, als engelhafte Wesen personifiziert:

Der gute Sinn.
Die beste Wahrheit.
Das wünschenswerte Reich.
Die segensbringende Frömmigkeit.
Wohlfahrt.
Nicht-Sterben.
Der segensbringende Geist - wird von manchen dazugezählt.
Zarathustras Gottesdienst bestand in jeglicher Ablehnung von Opferhandlungen, wie es sie zur Zeiten des Propheten schon gab; die Kulte der Mithras-Priester waren der Grund, warum Zarathustra Spitama sich dem Kampf gegen Götzerei widmete und daher verfolgt wurde. Die Andachtshandlungen wurden um einen Feuer-Altar mit erhobenen Händen abgehalten, wobei man die Lobpreisungen sang.

Der Mensch hat im diesseitigen Leben die Wahl zwischen Gut und Böse. Sofern das Gute im Menschen überwiegt, gelangt der Mensch nach seinem Tode über die Činvat-Brücke (vergl. Mt 7,14 sowie Eschatologie im Islam) ins Paradies. Für den rechtschaffenen Menschen ist die Brücke breit wie ein Pfad, für den anderen schmal wie eine Messerschneide.


Bekannte Zoroastrier 

Hierzu zählen:

Freddie Mercury (Rockband Queen) – eine musikalische Interpretation enthält The Prophet's Song von 1974.
Zubin Mehta, Dirigent, unter anderem bei den Wiener und Berliner Philharmonikern.
Die Familie Tata, eine indische Unternehmerdynastie.
Kyros II. (pers. Kurosh) auch der Große genannt, Kaiser Irans. In der Bibel als Befreier der Juden erwähnt. Aus der Dynastie der Achämeniden . Verkündete schon vor über 2500 Jahren den ersten nachweisbaren Erlass für die Menschenrechte, der Kyros-Zylinder ist heute im Britischen Museum London aufbewahrt, eine Kopie steht im Haupttrakt der Vereinten Nationen.
Xerxes I. (pers. Khashayarshah), Kaiser Irans. In der Bibel als Retter und Beschützer des jüdischen Volkes erwähnt. Nahm die Jüdin, Esther, die Tochter des Schatzmeisters als Frau und erhob Sie zu Kaiserin (Siehe auch:Purim). Aus der Dynastie der Achämeniden
Schapur I. auch der Große genannt, Kaiser Irans. Bezwinger der römischen Kaiser Gordian III und Valerian. Aus der Dynastie der Sassaniden
Alexander Bard, schwedischer Sänger, Autor und Schauspieler, ist konvertierter Zoroastrier.
Dadabhai Naoroji, Politiker, 1892 erstes, aus Asien stammendes Mitglied des britischen Unterhauses
Indische Freiheitskämpfer Pherozeshah Mehta, Dadabhai Naoroji und Bhikaiji Cama.
Homi Jehangir Bhabha, Nuklearwissenschaftler.
Farhang Mehr, ehemaliger stellvertretender Premierminister des Iran in der Pahlavi Dynastie, Boston University Professor. Langjähriger Aktivist in Sachen religiöse Freiheit.
Kasra Vafadari, ehemaliger Präsident der Universität Teheran in der Pahlavi Dynasty, Präsident der Gesellschaft iranischer Zoroastrier, lehrte zuletzt an einem Lehrstuhl der Universität Paris, wurde am 16. Mai 2005 in Paris ermordet.


Dakhmah

Dakhmah im indischen Mumbai auf einer Radierung von 1886Dakhmah heißt auf persischem Grab, bezeichnet aber ausschließlich Bauwerke, die auch "Türme des Schweigens" genannt werden und den Anhängern Zarathustras als Begräbnisstätte dienen.

Bei den Zoroastriern und Parsen ist es heute noch üblich, Leichname von Verstorbenen in runden Türmen auszusetzen, wo Fleisch und Weichteile von Vögeln, nämlich Geiern oder Raben gefressen werden.

Ursprünglich wurden die Leichname einzeln als "Sonnenbestattung" an wasser- und pflanzenlosen, erhöhten Stellen auf Felsen abgelegt, die mit kleinen Mauern umgeben wurden. Diese Ummauerungen sollten verhindern, dass der Tote von Wildhunden oder anderen Landraubtieren gefressen wurden. Erwünscht war nur der Verzehr durch Vögel.

Die runde Turm-Dakhmah, die ganzen Gemeinden dient, ist erst seit islamischer Zeit belegt. Bei den Berg-Dakhmahs handelt es sich um Ummauerungen von Felskuppen ohne weitere Ausschmückungen. Die durch die Vögel, aber auch Wind und Wetter freigelegten Knochen wurden dann in Felsgruben oder in steinernen Kisten, so genannten Astodanen, gesammelt.

Dakhmahs finden sich heute noch in Persien und Indien.

 
Dakhmah in der Nähe von Yazd, Iran Von vielen Autoren wird diese Bestattungsmethode damit erklärt, dass den Parsen neben Luft und Wasser auch Erde und Feuer heilig sind, also nicht durch den unreinen Leichnam verunreinigt werden dürfen, so dass sich Erd- und Feuerbestattung verbieten. Steht kein Dakhmah zur Verfügung, bevorzugen die Parsen die Feuerbestattung. So wurde auch der Leichnam Freddie Mercurys verbrannt. Dagegen lassen sich die persischen Anhänger Zarathustras, seitdem ein Verbot in den siebziger Jahren ihnen die Benutzung ihrer Türme des Schweigens etwa in der Gegend von Yazd unmöglich macht, um die Erde nicht zu verunreinigen, in Betonsärgen bestatten.

Es erscheint heute aber auch möglich, dass die Zoroastrier hier nur eine sehr alte Tradition der Bestattung beibehalten haben. In der ältesten bisher gefundenen Stadt der Welt, Catal Höyük, fanden sich nämlich Wandzeichnungen, die die Bestattung durch Aussetzen der Leichname zum Fraß der Vögel darstellen. Die abgenagten Knochen wurden im Innern der Häuser im Lehm bestattet.

Klaus Schmidt, der Leiter der Ausgrabung des ältesten bisher aufgefundenen Steintempels der Menschheit auf dem Göbekli Tepe, hält es für möglich, dass dieser auch als Dakhmah verwendet wurde.

Üblich war die Verfütterung von Leichen an Vögel auch bei den Mongolen und ist sie teilweise noch heute bei den Tibetern


http://de.wikipedia.org/wiki/Zarathustra

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