Luftballon
Als Kind liebte ich schon Luftballons.
Dann als Erwachsener Mensch, blieb die Liebe zum Luftballon nach wie
vor.
Wenn ganz viele Luftballons gen Himmel schweben und nur noch kleine
winzige bunte Punkte am Himmel zu sehen sind, finde ich das
wunderschön.
Man könnte auch sagen Petras Traumwelt ;-)
Ich freute mich als mein Sohn, Luftballons als Kind ebenso
schön fand.
Auch meine Freundin Pfundsweib Andrea, liebte Luftballons genauso.
An ihrem Begräbnis flogen viele viele Luftballons zum Himmel,
wie sie es gewünscht hat.
Ganz langsam und man konnte sie sehr lange sehen.
Hier nun Ballons die symbolisch gen Himmel fliegen…
für liebe Menschen in meinen Leben…
für liebe verstorbene Menschen an die ich immer noch
denke…
und Ballons mit Wünschen….
Ein Luftballon ist ein elastischer Hohlkörper, der mit Gas
befüllbar ist und sich dabei um ein vielfaches seiner
ursprünglichen Größe ausdehnt. Er ist
zumeist aus Gummi, Kunststoff oder umweltfreundlichem Naturkautschuk
hergestellt. Ausnahmen bilden Folienballons deren Material sich nicht
ausdehnt. Die Füllung besteht in der Regel aus Luft oder
Helium.
Geschichte
Der erste Gummiballon wurde im Jahre 1824 in London von Professor
Michael Faraday hergestellt. Er verwendete Rohgummi zum Basteln einer
Tüte, die er mit Wasserstoff füllte. Nach seinem
Bericht dehnte sich diese Tüte sehr stark aus, wurde
transparent und schwebte zur Decke. Im Jahre 1825 wurde diese Erfindung
bereits von dem Engländer Thomas Hancock als Set verkauft,
wobei man aus der Rohgummimasse mittels einer Spritze die Ballons
selbst herstellen musste. Da unvulkanisierter Gummi sehr klebrig ist,
war die Haltbarkeit gering. Vulkanisierte Luftballons wurden erstmals
1847 von J.G. Ingram in London hergestellt und verkauft.
Herstellung
Ballons werden aus flüssigem Latex hergestellt.
Zunächst wird der Latex vorvulkanisiert. Dem Naturlatex werden
anschließend weitere Zusätze beigegeben
(Weichmacher, Alterungsschutzmittel, Stabilisatoren). Die Farbe der
Ballons entsteht dabei durch Zugabe von Pigmenten. Unpigmentierte
Gummiballons sind weiß-gelblich und werden beim Aufblasen
transparent. Anschließend werden die Ballonformen, die aus
Glas, Polypropylen oder Keramik bestehen und in einem Koagulantbad
(Gerinnungsbad) aus Calciumnitrat, Wasser und Trennmittel beschichtet
werden und danach in den Latex getaucht. Nach einem Trocknungsprozess
wird mit zwei rotierenden Bürsten ein Stück des
Ballonhalses aufgerollt, um so einen Ring am Mundstück zu
erzeugen. Die Form wird nun in heißem Wasser gewaschen um
überschüssiges Nitrat zu entfernen. Der fertige
Ballon wird nun mit Luft von der Form abgestreift.
Materialien und Gesundheitsrisiken
Naturkautschuk wird zu Latex weiterverarbeitet und ist kompostierbar.
Latexluftballons sind in den meisten Fällen gesundheitlich
unbedenklich. Einige dem Latex beigemengte Weichmacher gelten jedoch
als krebserregend. Nitrosamine sind Lösungsmittel aus dem
Herstellungsverfahren und werden von den meisten Ballonherstellern
durch aufwändiges Spülen aus den Ballons entfernt.
Des Weiteren werden aus Kunststoffen Folienballons hergestellt, welche
ebenfalls mit Luft oder Helium befüllbar sind. Die Folien
werden mit Metall bedampft und anschließend mit verschiedenen
Motiven bedruckt. Folienballons sind auf Grund der Metallbeschichtung
in der Lage Kurzschlüsse in Oberleitungen z.B. von
Straßenbahnen oder S-Bahnen zu verursachen. Metallisierte
Luftballons dürfen daher auf den Volksfesten in
München, Stuttgart und Frankfurt nicht verkauft werden. Die
immer stärker verbreiteten Ballongewichte verhindern das
Aufsteigen der Ballons und vermindern somit die Gefahr von
Kurzschlüssen in Oberleitungen. Daher wird es nicht mehr allzu
lange dauern, bis auch in München, Stuttgart und Frankfurt das
Verbot zum Verkauf von metallisierten Folienballons fällt.
Form und Außenhaut
Verschiedenförmige Luftballons .Der übliche
Luftballon ist birnenförmig und wird daher auch als Rundballon
bezeichnet. Es gibt ihn aber auch in Form von Herzen, Hasen, Donuts und
überhaupt in einer nahezu grenzenlosen Formenvielfalt.
Insbesondere während der Faschingszeit und zu Hochzeiten
werden auch hin und wieder aufgeblasene Kondome als Luftballons
verwendet.
Figurenballons1912 wurde von dem Amerikaner Harry Rose Gill,
Gründer der Anderson Rubber Company in Akron, Ohio, der erste
nicht runde Ballon hergestellt: der Zeppelin. Der Beginn der
Figurenballons.
Ein Figurenballon besteht aus mehreren Luftkammern und ist,
technologisch gesehen, ein sehr anspruchsvoller Ballon. Auf den
Übergängen der einzelnen Kammern lastet beim
gefüllten Ballon eine enorme Zugkraft, die Konstruktion und
Material vor erhebliche Probleme stellt.
Um einen aus mehreren Luftkammern bestehenden Ballon aufzublasen, ist
es wichtig, mit der oberen Kammer zu beginnen, wobei man darauf achtet,
langsamer zu blasen als bei herkömmlichen Rundballons, da die
Druck- und Zugkräfte auf der Latexhaut sehr unterschiedlich
verteilt auftreten.
Füllung
Ist ein Luftballon aufgeblasen (ca. 2,5 Liter Volumen), wird dieser
entweder an der Öffnung verknotet oder mit einem im Handel
erhältlichen Schnellverschluss verschlossen. Folienballons
verschließen sich selbstständig durch ein Ventil.
Helium ist auf Grund seiner atomaren Struktur in der Lage, leicht aus
einem Ballon zu entweichen. Daher verliert ein mit Helium
gefüllter Ballon schon nach 4-12 Stunden seine Auftriebskraft.
Die atomare Struktur von Latex ist sehr porös und
lässt Gas (Luft) entweichen. Die Luftballonhersteller bieten
daher z.B. speziell heliumtaugliche Produkte an. Die Gummihaut dieser
Ballons ist dicker und wurde in ihrer molekularen Struktur verdichtet.
Im Handel befinden sich auch Mittel, die man nachträglich in
die Ballons einbringen kann, damit die "Flugzeit" der Ballons weiter
verlängert wird (z.B. HiFloat).
Zum Aufblasen von Luftballons finden neben Luft auch Gase, die leichter
sind (Traggas, zum Beispiel Helium), Verwendung. In der Regel werden
die Ballons jedoch mit Umgebungsluft befüllt bzw. mit
Lungenkraft aufgeblasen. Kaum Anwendung findet Wasserstoffgas, da es
explosionsgefährlich ist und die Außenhaut durch
seine noch geringe Teilchengröße als Helium noch
schneller passieren könnte. Helium ist hingegen nicht giftig
oder brennbar. Ein direktes Inhalieren des Ballongases sollte man
jedoch möglichst vermeiden. Da Helium beim Sauerstofftransport
im Blut bevorzugt wird, führt es ab einer gewissen Menge zum
Sauerstoffmangel mit den entsprechenden Folgen wie Bewusstlosigkeit und
dauerhaften Gesundheitsschäden.
Als besonderer Gag können in einem Ballon ein oder mehrere
kleine Leuchtstäbe untergebracht werden. Hierbei sind mit
Helium gefüllte Luftballons mit zwei Leuchtstäben im
Innern bei guter Gasfüllung noch voll flugfähig und
können sogar zum Transport einer Ballonpost eingesetzt werden.
Verwendung
Luftballons werden in unterschiedlichen Bereichen und zu
unterschiedlichen Zwecken eingesetzt. Sie finden unter anderem
Anwendung in der Wissenschaft (z. B. Meteorologie), in der Medizin, im
Flugwesen, im Showbiz (Modellierballons und Ballontiere), in der Kunst,
als Werbeträger, als Dekorationsgegenstand und Spielzeug.
Pfeilwerfen auf Ballons
Mit Traggasen gefüllte Luftballons werden bei
Ballonwettbewerben zum Verschicken der Ballonpost genutzt. Sie
können auch als leicht handhabbare Starthilfen für
Drachen oder für Experimente mit fliegenden Lichteffekten
verwendet werden. Luftballons, mit Helium aufgeblasen, finden
Verwendung als Inhalationsgefäß, da hierdurch die
Stimmlage der Sprechstimme beeinflusst wird.
Mit Flüssigkeiten gefüllte Luftballons stellen meist
Wasserbomben dar, sie werden jedoch auch als Waffen eingesetzt. Dies
kann von Farbstoffangriffen (z. B. gegen Pelztierprodukte) bis hin zu
Brandbeschleunigern reichen.
Auf Jahrmärkten bieten Wurfbuden häufig Pfeilwerfen
auf Ballons als Gewinnspiel an, wobei an der Wand befestigte kleine
Luftballons mit Dartpfeilen abgeschossen werden müssen.
Werbeluftballons
Um Luftballons zu bedrucken werden sie zuerst zu etwa 75 – 80
% ihres eigentlichen Fassungsvermögens aufgeblasen. Dadurch
wird die optimale Spannung der Ballonoberfläche zur Aufnahme
der Druckfarbe erreicht. Gedruckt wird im Offsetverfahren oder im
Siebdruckverfahren. Beim Offsetdruck wird das Motiv seitenverkehrt auf
eine Metallplatte geätzt, die dann eingefärbt wird.
Der Luftballon wird nun über die Platte abgerollt und nimmt
dabei die Farbe auf. Der Siebdruck arbeitet mit einem feinen
Kunststoffgewebe. Auf fotomechanischem Wege wird das Motiv ebenfalls
seitenverkehrt auf das Gewebe aufgebracht. Durch diese Stellen
lässt sich hinterher die Farbe pressen, der Rest der
Gewebefläche wird dabei undurchlässig. Der Ballon
wird dann wie im Offsetdruck über die Druckfläche
gerollt und nimmt dabei die Farbe auf. Sofort nach dem Druck wird
langsam die Luft abgelassen während die Farbe trocknet.
Anschließend werden die bedruckten Ballons in rotierenden
Trommeln mit Heißluft wieder geschrumpft sodass sie ihr
ursprüngliches Aussehen wieder erlangen. Diese Methode zur
Schrumpfung kann man auch mit einem normalen Fön bei
Luftballons anwenden, die schon mal aufgeblasen wurden.
Modellierballons
Ballonmodellieren oder balloon twisting ist das Formen von speziellen
Luftballons zu Figuren aller Art. Häufig zu Tierfiguren.
Menschen, die Ballonfiguren herstellen nennen sich Twister.
Zwei der wichtigsten Gestaltungsformen sind das Modellieren mit nur
einem Ballon sowie das Modellieren mit mehreren Ballons. Jede dieser
Methoden hat ihre eigenen Herausforderungen und Techniken aber nur
wenige Twister beschränken sich dabei auf die eine oder andere
Möglichkeit sondern handhaben je nach Erfordernis beide. Dabei
haben sich sehr komplexe Techniken entwickelt sowie ein sehr spezielles
Vokabular zur Beschreibung der angewandten Technik und dem erreichten
Ergebnis.
Einige Twister blasen ihre Luftballons selber auf, was während
vieler Jahre Standard und Teil der Performance war. Heute werden auch
häufig Luftpumpen benutzt. Die Ballons werden
üblicherweise nicht mit Helium gefüllt, da die
Figuren in der Regel nicht zu schweben brauchen und das Material zu
porös für Helium ist. Auch sind häufig die
Kreationen im Vergleich zum Füllvolumen zu groß, als
dass Helium sie tragen würde.
Die üblicherweise zum Ballonmodellieren benötigten
Luftballons werden in inch bezeichnet und heißen
’’260’’. Also 2 inch im
Durchmesser und 60 inch in der Länge. (ca. 5 cm x 150 cm.)
Daneben gibt es noch eine Menge weiterer Größen und
Formen. Die am weitesten verbreitete Marke kommt aus den USA und
heißt Qualatex von der Pioneer Balloon Company. Eine Menge
weiterer Ballonhersteller sind mit ihren Produkten auf dem Markt, so
dass man hat heute eine große Auswahl unterschiedlichster
Größen, Farben und Formen hat.
Geschichte der Modellierballons
Das Ballonmodellieren begann wahrscheinlich um 1920 in den USA als Teil
von Magier-Show Programmen. Als erster schriftlich erwähnt ist
ein gewisser Mister H.J. Bonnert aus Scranton, Pennsylvania, USA. Der
auf einer Magier Versammlung in Pittsburgh 1938 mit Ballons modellierte.
Das Modellieren von Figuren aus nur einem Ballon geht wahrscheinlich
auf den Engländer Wally Boag, mit Künstlernamen Windy
Blow aus dem Jahre 1945 zurück. Im Februar 1953
veröffentlichte er in Max Andrew's Magic Magazin eine
detaillierte Beschreibung einer Ein-Ballon Tierfigur.
Nach 1945 wurden zuerst in Japan lange dünne Ballons
hergestellt und in Massen zu sehr niedrigem Preis in die USA
importiert. Einfache Anweisungen auf den Packungen zeigten, wie man
daraus Hunde, Giraffen, Hüte, Flugzeuge etc.
zusammenfügte. Die Qualität des Gummis war jedoch so
gering, dass nur wenige den Anweisungen folgen konnten, ohne die
Ballons dabei zu zerstören. Auf Grund von Material und Form
waren die Ballons darüber hinaus auch nur sehr schwer
aufzublasen. Dennoch wurden sie in den USA schnell ein kommerzieller
Erfolg. US-amerikanische Firmen nahmen die Idee auf und begannen ihre
regulären Zeppelin-Ballons als Modellierballons zu vermarkten.
So gab es zum Beispiel Packungen zur Herstellung eines Ballon-Hundes
mit jeweils drei kurzen und einem langen Ballon zu kaufen.
In den späten 1950er Jahren begannen einige Hersteller in den
USA mit der Produktion der Modellierballons, die noch heute
gebräuchlich sind. Die Materialqualität wurde hierzu
erheblich verbessert, die Farben waren leuchtender und darüber
hinaus konnten die Ballons leichter aufgeblasen werden. Sie waren auch
um einiges billiger als die bis dahin gebräuchlichen
Zeppelin-Ballons, und ihre neue Länge erlaubte mehr
Gestaltungsspielraum.
http://de.wikipedia.org/wiki/Luftballon
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