Notvorrat für Krisenzeiten anlegen 

 


Was Generationen von Großmüttern und Hausfrauen zu Zeiten des Kalten Krieges wie selbstverständlich taten, das Hamstern von Lebensmitteln für den Notfall, soll die junge Generation nun wieder lernen. Das meint zumindest das Bundesverbraucherministerium, das zusammen mit den Ländern ein Internetportal zur "Ernährungsvorsorge" eingerichtet hat.


Volle Regale in den Lebensmittelgeschäften und ein vielfältiges Angebot an Nahrungsmitteln sind für uns in der Bundesrepublik Deutschland heute eine Selbstverständlichkeit. Über mögliche Versorgungsengpässe macht sich kaum noch jemand Gedanken. Auf eine private Vorratshaltung wird vor allem in den städtischen Haushalten in der Regel verzichtet.

Dabei gibt es neben einem zum Glück heutzutage bei uns sehr unwahrscheinlichen Kriegsszenario auch zahlreiche friedenszeitliche Krisensituationen, die zur einer Verknappung von Lebensmitteln und damit zu Versorgungsengpässen führen können. Hierzu zählen z.B. Naturkatastrophen (z.B. Hochwasser), Tierseuchen (z.B. MKS) oder schwere Unglücksfälle in großtechnischen Anlagen (z.B. Kernreaktorunfälle).


Für die Private Vorsorge:

"Gut gewappnet für den "Fall der Fälle" - Ihr persönlicher Notvorrat
Es ist äußerst ratsam, stets einen Nahrungsmittelvorrat für einen Zeitraum von 14 Tagen im Haus zu haben. So stehen Sie und Ihre Familie in einem Notfall nicht mit leerem Magen da. Denken Sie bei der Planung Ihrer individuellen Vorratshaltung an die Essgewohnheiten und geschmacklichen Vorlieben Ihrer Familienmitglieder. Dann sind Sie für alle Eventualitäten bestens gerüstet.



Im Folgenden haben wir für Sie ein Beispiel für einen 14-tägigen Grundvorrat für eine Person zusammengestellt. Dieser entspricht ca. 2.200 kcal pro Tag und deckt damit im Regelfall unseren Gesamtenergiebedarf ab.

Ihr persönlicher Lebensmittelvorrat wird sich je nach Vorlieben oder diätetischen Bedürfnissen sicherlich anders zusammensetzen. Beachten Sie bei Ihrer Planung jedoch auch, dass mit bestimmten Notfallsituationen bisweilen auch ein Stromausfall verbunden sein kann. Aus diesem Grund berücksichtigt dieses Beispiel nicht die Möglichkeit tiefgekühlter Vorräte.



Den individuellen Gesamtbedarf an Notvorräten für Ihre Familie können Sie mit Hilfe eines Vorratskalkulators errechnen.



Lebensmittelgruppe Menge Beispiel
 
Getreide,
Getreideprodukte,
Brot, Kartoffeln 4,6 kg Vollkornbrot 1000 g
Zwieback 250 g
Knäckebrot 1000 g
Teigwaren 400 g
Reis 250 g
Hafer-/Getreideflocken 750 g
Kartoffeln 1000 g
 
 
Gemüse,

Hülsenfrüchte 5,6 kg Bohnen in Dosen 800 g A.
Erbsen/Möhren in Dosen 900 g A.
Rotkohl in Dosen/Gläsern 700 g A.
Sauerkraut in Dosen 700 g A.
Spargel in Gläsern 400 g A.
Mais in Dosen 400 g A.
Pilze in Dosen 400 g A.
Saure Gurken im Glas 400 g A.
Rote Beete 400 g A.
Zwiebeln, frisch 500 g
 
 
Obst

3,5 kg Kirschen im Glas 700 g A.
Birnen in Dosen 250 g A.
Aprikosen in Dosen 250 g A.
Mandarinen in Dosen 350 g A.
Ananas in Dosen 350 g A.
Rosinen 200 g
Haselnusskerne 200 g
Trockenpflaumen 250 g
Obst, frisch (Äpfel, Birnen, Bananen, Zitrusfrüchte) 1000 g
 
 
Getränke* 24 Liter
Mineralwasser 12 l
Stilles Wasser 12 l
Zitronensaft 0,2 l
Kaffee 250 g
Schwarzer Tee 125 g
 
 
Milch,
Milchprodukte 3,7 kg H-Milch 3 l
Hartkäse 700 g
 
 
Fisch,
Fleisch,
Eier 1,7 kg Thunfisch in der Dose 150 g A.
Ölsardinen in der Dose 100 g A.
Hering in Soße 100 g
Bockwürstchen im Glas/Dose 300 g A.
Corned Beef in der Dose 250 g
Kalbsleberwurst im Glas/Dose 100 g
Dauerwurst (z.B. Salami) 300 g
6 Eier** 360 g
 
 
Fette,
Öle 0,5 kg Öl (z.B. Maiskeim, Sonnenblumen, Oliven) 0,3 l
Streichfett 250 g
 
 
Sonstiges
nach Belieben z.B.  Zucker
Süßstoff
Honig
Marmelade
Schokolade
Jodsalz
Fertiggerichte (z.B. Ravioli, getrocknete Tortellini, Fertigsuppen)
Kartoffeltrockenprodukte (z.B. Kartoffelbrei)
Mehl
Instantbrühe
Kakaopulver
Hartkekser
Salzstangen
 


http://www.ernaehrungsvorsorge.de/


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