Koma-Saufen/ -Trinken
Man sollte sich hier fragen: WARUM???
Es ist der neue Sport der Kids:
Flatrate-Trinken.

Einmal Eintritt in Disco, Kneipen und Clubs zahlen und dafür den ganzen Abend frei saufen.
Kinder und Jugendliche betrinken sich derart exzessiv, dass sie der Notarzt ins Spital bringen muss, wo man den Magen auspumpt.
Und am nächsten Wochenende geht‘s wieder von vorne los . . . Vorschub leisten Billigstangebote in den Diskotheken.
Aber nur harte Sachen kommen in das Glas, das man am Eingang ausgehändigt bekommt:
Wodka-Redbull, Whisky-Cola oder Tequila.

Nachgefüllt wird an der Theke, bis der Arzt kommt.
Und der kommt immer öfter…

Auf Flatrate-Partys spart man richtig Geld.
Da braucht man sich keine Sorgen zu machen, dass man vielleicht zu wenig dabei hat.
«Koma-Saufen» gelte unter Kindern und Jugendlichen offenbar
immer noch als Mutprobe, bei der viel zu viele Beifall klatschen.
BERLIN
Der Tod eines 16 Jahre alten Berliner Schülers hat den Streit um
ein Verbot von Trinken bis zum Koma und Flatrate - Partys neu entfacht.
Die Bundesregierung sprach sich dafür aus, die Wirksamkeit der
Kontrollmechanismen im Jugendschutz zu prüfen, will die Gesetze
aber nicht verschärfen.
Der Alkohol hätte im Fall des Jungen "nicht verkauft werden
dürfen", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Freitag in
Berlin. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband appellierte an
die Branche, auf Flatrate-Partys mit Trinken zum Pauschalpreis zu
verzichten.
Der 16 Jahre alte Gymnasiast war am Donnerstag an den Folgen einer schweren Alkoholvergiftung gestorben.
Am 25. Februar war er mit mehr als vier Promille ins Koma gefallen.
Mehr als 50 Gläser Tequila soll er an diesem Abend getrunken
haben. Nach diesem «Koma-Saufen» brach der Berliner
Gymnasiast mit 4,8 Promille Alkohol im Blut wenig später zusammen.
Nach einem Monat im Koma starb der 16-Jährige nun in der Nacht zum
Donnerstag an den Folgen eines Kreislaufversagens - trauriger
Höhepunkt der Serie von Alkohol-Exzessen mit
«Kampftrinken» unter Jugendlichen in Deutschland.
Eine Obduktion soll die Todesursache klären.
Bundesverbraucherminister Seehofer (CSU) bedauerte das Schicksal des
Schülers, hält aber neue Regelungen nicht für
nötig: "Der Fall hätte bei Einhaltung der bestehenden Gesetze
vermieden werden können. Hier geht es um Erziehung,
Aufklärung und Information."
Niedersachsens Ministerpräsident Wulff (CDU) verlangte eine
"Ächtung" der Anbieter von Trinkpartys mit Pauschalpreis. "Es ist
irre, Flatrate-Partys zu veranstalten", sagte Wulff.
"Ich hoffe, dass das auch die erkennen, die so was machen." Zugleich
wandte er sich gegen neue Verbote und Gesetze. "Ich glaube, wir kommen
um Eigenverantwortung in diesem Bereich nicht umhin." Wirte dürfen
nach dem Jugendschutzgesetz keinen Schnaps an unter 18-Jährige und
kein Bier an unter 16-Jährige abgeben. Verstöße werden
mit Bußgeld von bis zu 50000 Euro bestraft.
Die Berliner Fachstelle für Suchtprävention wies darauf hin,
dass sich die Zahl der Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung
ins Krankenhaus kamen, zwischen 2000 und 2005 verdoppelt habe. Der
Berufsverband Deutscher Psychologen bezeichnete das "Koma-Saufen" von
Jugendlichen als Einstieg für späteren Drogenmissbrauch.
Schülerin (14) auf Intensivstation
Wesseling - Sie hätte sich mit Alkohol fast umgebracht: Anna (14)
kam am Sonntagabend mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus -
Intensivstation! Die Schülerin hatte bei einem Koma-Saufen
teilgenommen.
Eutin/Berlin - 04.04.2007)
Ein 14-jähriger Junge ist im schleswig-holsteinischen Eutin mit
rund 3 Promille Alkohol im Blut zusammengebrochen. Wie die
Polizei mitteilte, hatte der Junge nach ersten Erkenntnissen
gemeinsam mit gleichaltrigen Freunden große Mengen gestohlenen
Wodkas getrunken. Als er zusammenbrach, versuchten seine Freunde, ihn
nach Hause zu schleppen. Sie kamen jedoch nur bis zum Bahnhof, wo sie
den hilflosen Jungen liegen ließen und die Polizei riefen. Die
brachte den 14-Jährigen ins Krankenhaus und verständigte
seine Eltern.
4,8 Promille
ein Berliner Schüler stirbt nach Koma-Saufen an Alkoholvergiftung, schreibt "Bild".
Koma-Saufen gilt bei Jugendlichen als Party Spaß.
"Jugendliche betrinken sich immer heftiger" und "4,1 Promille
überlebt" sind die jüngsten Schlagzeilen und zeigen die
Spitze eines wachsenden, klimaresistenten Eisbergs.
Berlin
Alkoholvergiftung mit fast 4 Promille. Koma-Suff am 1. Ferientag! Sina
(14) brach zusammen - Black-out! Sie hat Glück gehabt. Sie hat es
überlebt, weil schnell Hilfe kam. Jetzt redet Sina Klartext.
Über ihre Angst, die Angst ihrer Eltern. Und über die
Peinlichkeit, als "Schnapsleiche" im Park an der
Möckernstraße zu liegen.
Sina (Name geändert) hat Kopfschmerzen, ihr ist übel. Ein
mächtiger Kater. Und den Schock, beinahe tot gewesen zu sein, hat
sie noch nicht verdaut. Heftigster Katzenjammer also am Tag danach.
Ach, es wäre so einfach, wenn Sina sagen könnte, Freunde
hätten sie zum Trinken verführt! "Aber so war es nicht. Ich
habe es selbst, aus freien Stücken getan", sagt die Schülerin
kleinlaut.
Langeweile, Neugierde! "Wir waren zu sechst in Schöneberg
unterwegs, alles Mädchen, etwas älter als ich", sagt Sina.
Und dann schlug eine aus der lustigen Truppe vor: "Lasst uns zum
Supermarkt, Schnaps kaufen."
Wodka, Eistee - die Mädchen mixten ihren Cocktail in einer leeren
Flasche! "Dann haben wir uns auf eine Bank im Park gesetzt und
abwechselnd getrunken", weiß Sina noch.
Geschmeckt hat es nicht! "Das war echt ekelhaft. Aber irgendwie habe ich dann trotzdem immer mehr getrunken."
Sina trank, bis ihr ganz schwummerig wurde, bis sie auf der Parkbank
zusammensank. "Die sagten mir, ich hätte die halbe Flasche Wodka
alleine getrunken. Dass ich im Krankenwagen lag, habe ich noch bemerkt.
An das Danach kann ich mich nicht erinnern."
Sinas Freundinnen riefen ihren Bruder, der den Rettungswagen. Das
Mädchen kam ins Urban-Krankenhaus. "Meine Tochter war wie im Koma,
nicht ansprechbar. Ich hatte furchtbare Angst", sagt Sinas Mutter.
Sina bekam Infusionen, wurde nach knapp drei Stunden wieder wach. "Mir geht es echt dreckig."
Das sind Worte von Sina.
Wollen wir hoffen dass unsere Jugend wieder bessere Möglichkeiten und Ziele bekommen, damit ein Koma-Saufen unwichtig wird.
Denn wenn die Kinder keine Zukunftsperspektiven mehr haben, werden sie leichte Opfer von Flatrate Partys.
Unsere Kinder sind unsere Zukunft, wir brauchen sie und müssen
sehr gut achten, dass es ihnen gut geht, Körperlich und Seelisch.
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